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Markus Oberle

Miteinander

Team RobotECK in Peking

Vor ein paar Tagen hatten wir Besuch des Team RobotECK aus Eckernförde. Diese Schülergruppe des Jungmann Gymnasiums aus Eckernförde hat mit ihrem Legoroboter an der WRO (World Robot Olympiad) 2017 in Peking teilgenommen. Die WRO ist ein internationaler Roboterwettbewerb um Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Die Teilnehmer arbeiten in 2er oder 3er Teams gemeinsam mit einem Coach an jährlich neuen Aufgaben. Als die Firma punker vor mehreren Monaten von der Schülergruppe angesprochen wurde, ob wir nicht als Sponsor die Aktivitäten unterstützen könnten waren wir sofort begeistert. Gerne haben wir den Weg des Teams von der Regionalentscheidung in Wahlstedt über das Deutschlandfinale in Schweinfurt bis hin zur WRC Teilnahme in Peking mit Rat und Tat begleitet und unterstützt.

Wir gratulieren dem Schülerteam zu ihrer herausragenden Leistung beim WRC in Peking und danken ihm für eine tolle Werbung für die Stadt Eckernförde und die Firma punker.

Und hier der Erlebnisbericht des Team RobotECK:

„Vor etwas mehr als einem Jahr haben wir beschlossen als Team RobotEck an einer Legoroboter-Olympiade teilzunehmen, der internationalen World Robot Olympiad. Die WRO ist ein internationaler Wettbewerb an dem allein in Deutschland 471 Teams teilgenommen haben. Weil wir das erste Mal dabei waren, waren unsere Erwartungen nicht sehr hoch aber blamieren wollten wir uns natürlich auch nicht.

Unsere Aufgabe: Der Roboter sollte auf einem vorgegebenen Spielfeld Solarzellen und Bäume gebaut aus Legosteinen einsammeln und an einer anderen Stelle wieder absetzen. Wohin die Bäume und Solarzellen gestellt werden sollten war zuvor an einem Farbcode abzulesen. Der Lego-Roboter musste dazu auf der Basis von Lego Mindstorms EV3 selbst konstruiert und programmiert werden.

Nach unzähligen Treffen, Konstruktionen, Umkonstruktionen, Programmierungen und Recherchen im Internet und vielen Rückschlägen war unser Roboter kurz vor dem Regionalentscheid in Wahlstedt endlich so weit. Völlig überraschend belegten wir den ersten Platz in unserer Altersklasse und zogen mit dem deutschlandweit besten Ergebnis ins Deutschlandfinale nach Schweinfurt ein.

Die 4 Wochen zwischen Regionalentscheid und Deutschlandfinale nutzten wir für’s Optimieren, um unseren Roboter die Aufgabe schneller meistern zu lassen. Bei den Testläufen zuhause klappte es auch meist. In Schweinfurt dann die Katastrophe… ein Klebestreifen auf dem Spielfeld wurde zum unüberwindbaren Hindernis. Der Roboter verhakte und drehte sich. Enttäuschung, Verzweiflung! Dann der erste Wertungslauf: Es geschah das Wunder. Der Roboter verhakte sich zum ersten Mal nicht und konnte sein Programm tatsächlich zu Ende bringen. Was für ein Start! Uns gelang noch ein weiterer guter Lauf und so reichte es am Ende zwar nicht für das Weltfinale in Costa Rica aber für einen 4. Platz und die Qualifikation zur WRC (World Robot Conference) in Peking.

Das mussten wir erstmal verarbeiten. Wir fliegen in den Sommerferien nach Peking? Was kostet das überhaupt? Finden wir so schnell Spender, um wenigstens unsere Reisekosten zu decken? Nach vielen weiteren Treffen, Emails, Telefonaten, Zeitungsberichten und sogar einem Radiobeitrag bei R.SH konnten wir tatsächlich Firmen finden, die uns unterstützen wollten. Ein herzliches Dankeschön an die Unternehmen SLM Solutions AG, PinnCalc, Punker und an den BSI Campus! Nach diesen Zusagen stand fest: Wir fliegen nach China!

Und nun? Mal im Internet schauen, was die internationale Konkurrenz so kann… Erkenntnis für uns: Wir müssen uns anstrengen, um dort wettbewerbsfähig zu sein. Machen große Reifen unseren Roboter schneller? Wie können wir unseren Greifer noch sicherer machen? Schließlich schafften wir das, was uns anfangs unmöglich erschien. In den vorgegebenen 120 Sekunden sammelten wir alle Solarzellen und Bäume ein und lösten die Aufgabe das erste Mal mit der höchst möglichen Punktzahl. Auf nach Peking!

Die Reise nach Peking war aufregend. Unser erster Langstreckenflug, so viele Menschen, so eine riesige Stadt. Unsere Reise wurde perfekt organisiert. Wir hatten sogar eine eigene Dolmetscherin, die uns auf den Wettbewerb begleitete. Neben chinesischen Teams trafen wir Teams aus Kanada, Mexiko, Thailand, Bahrain und den USA. Die Stimmung unter den Teams war super. Viele wollten Erinnerungsfotos machen und Andenken tauschen. Im Wettbewerb kam dann kurzzeitig Enttäuschung bei uns auf. Das Spielfeld hatte etwas andere Farben und war rutschiger, so konnte unser Roboter seine Leistung leider nicht abrufen. Am Ende wurden wir trotzdem mit allen anderen Teams gefeiert und bekamen einen „Winnerpokal“. Was soll´s, wir waren dabei! Natürlich blieben wir noch ein paar Tage, um uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten anzusehen. So waren wir auf der chinesischen Mauer, im Sommerpalast, in der verbotenen Stadt und beim Vogelnest, dem Olympiastadion. Und das alles nur, wegen eines kleinen Lego-Roboters… es war eine großartige Erfahrung für uns alle!!!

Wer mehr sehen will: Wir haben inzwischen eine eigene Homepage und einen Youtube Kanal.“